Neue Produktionsstätte der inomed Medizintechnik GmbH
Am Ortseingang von Emmendingen bauen wir derzeit die neue Produktionsstätte der inomed Medizintechnik GmbH, einem weltweit tätigen Hersteller von Medizintechnik für Neurochirurgie und Schmerztherapie. Der Baustart war im August 2025, der Einzug ist für Juli 2027 geplant. Investiert werden rund 25 Millionen Euro. In den letzten Wochen erreichten das Rathaus in Emmendingen zunehmend Anfragen zu den Hintergründen der großen Baustelle auf der „Kuhmatte", deshalb haben wir das Geheimnis gelüftet und am 22.09.2026 zu einer öffentlichen Baustellenführung eingeladen. Für inomed planen wir bereits seit 2008: damals für den ersten eigenen Firmensitz mit 90 Mitarbeitenden, der 2010 eröffnet wurde. 2016 folgte eine Erweiterung. Der jetzige Neubau der Produktion setzt diese langjährige Zusammenarbeit fort – diesmal mit einem noch gezielteren Planungsansatz: Mithilfe des von uns mit Prof. Dr. Olaf Rank entwickelten Modells „Orgitecture“ fließt die Unternehmensorganisation direkt in die räumliche Planung ein. Die spezifischen Anforderungen bei inomed wurden von Mirko Weiss durch Mitarbeiterbefragungen und Layout-Analysen erfasst. Entstanden ist ein Gebäude, in dem alle Produktionsschritte – von der Anlieferung über Reinigung, Fertigung und Sterilisation bis zu Verpackung und Versand in einem U um das zentrale Lager geführt werden. Dieses ist für inomed von besonderer Bedeutung, da die hergestellten Geräte laufend Verbrauchskomponenten benötigen: Wurden 2010, beim Bau des Firmensitzes, rund 100.000 Komponenten pro Jahr ausgeliefert, sind es heute etwa 1,4 Millionen – ausschließlich gefertigt in Emmendingen. Das erwartete weitere Wachstum wurde von Anfang an mitgeplant: Zunächst ziehen 100 Mitarbeitende ein, Platz für 80 weitere ist bereits durch Reserveflächen und multimodale Raumplanung vorgesehen. Dank großzügiger Deckenhöhen lässt sich beispielsweise das neue Open-Space-Büro im Obergeschoss bei Bedarf später in eine zusätzliche Produktionshalle umwandeln. Auch die städtebauliche Wirkung am Ortseingang wurde bedacht: Eine Holzfassade und eine Dachbegrünung sollen das Gebäude trotz seiner Größe angemessen in diesen besonderen räumlichen Kontext einfügen. Für den Bau kommen zudem Holz- statt Stahlträger zum Einsatz, was die Kosten senkt und zum nachhaltigen Bauen beiträgt. Eine PV-Anlage auf dem Dach wird ebenso installiert, wie Lademöglichkeiten für die E-Mobilität der Mitarbeitenden, die zudem eine Cafeteria mit Dachterrasse für ihre Pausenzeiten erhalten. Realisiert wird der Neubau ausschließlich mit Handwerksunternehmen aus der Region. Auch die Zusammenarbeit mit dem Bauamt verlief ausgesprochen konstruktiv: Für das Grundstück bestand 2024 noch kein Bebauungsplan, dennoch konnte das Projekt ohne Verzögerungen im Juni 2025 starten. Wir freuen uns über die große Resonanz der Besichtigung, die dabei spürbare Vorfreude der Vertreter unseres Kunden bei den Erläuterungen der Details ihrer zukünftigen Produktionsstätte und danken für das langjährige Vertrauen in die Arbeit unseres Büros.