Philosophie

Wir sind ein modernes innovatives Unternehmen, und wir bekennen uns bewusst zu unserer  Geschichte – einer Geschichte, die mit dieser Region zwischen Schwarzwald und Freiburg eng verwurzelt ist.

Klaus Wehrle stammt aus einer alten Handwerkerfamilie, die schon seit Generationen im Elztal bei Freiburg ansässig ist. Urgroßvater Karl war Förster im Kandelwald und hat sich schon damals dem Thema Nachhaltigkeit verpflichtet. Viele Familienmitglieder haben handwerkliche Berufe ergriffen und ihr Fachwissen an die nachfolgenden Generationen weitergegeben. Wie es auch bei Klaus Wehrle der Fall ist: dessen Urgroßvater, der Schreinermeister  Wilhelm Schmieder gründete bereits um 1900  in Bleibach einen Schreinereibetrieb. Das Unternehmen wurde später von Wehrles Großeltern und Eltern weiter betrieben. Vor allen Dingen die innovativen Schreinerarbeiten des Großvaters Josef haben den späteren Architekten Klaus Wehrle beeinflusst. Das Material Holz faszinierte ihn schon als Kind in ganz besonderer Weise. Mit  einer Kreissäge sägte er als Junge nach eigenen Plänen Holzmodelle zu, die er danach zusammenbaute.

Die frühe Einbindung in den elterlichen Schreinereibetrieb war für Klaus Wehrle auch der Anstoß, zu gestalten – eben als Architekt.

„Gute Architektur ist bescheiden und nicht protzig.  Sie achtet den Ort, die Umwelt und vor allen Dingen auch die ökonomischen Möglichkeiten der Auftraggeber“.

Klaus Wehrle hat in Karlsruhe studiert. Sein Vater starb in dieser Zeit und für den erst 23jährigen Jung-Architekten änderte sich das Leben dramatisch. Der plötzliche Tod des Vaters, der Verlust einer für ihn sehr wichtigen Person war indes nicht die einzige Herausforderung. Die Karriere, das Elternhaus und die Existenz und Zukunft der ganzen Familie hingen am seidenen Faden.

Klaus Wehrle fand den Ausweg. Durch die geschickte Umnutzung des Elternhauses wurden zusätzliche Flächen vermietet. Klaus Wehrle sammelte so zum ersten Mal auch Praxis als Unternehmer. Außerdem baute er gemeinsam mit seiner damaligen Freundin und jetzigen Frau Andrea eigenhändig Gewerbeflächen im Erdgeschoss zu Büroflächen um, die er zuerst als Studierzimmer und später als Büro nutzte. Die ehemalige Schreinerei der Familie wurde so zur Keimzelle des jetzigen Architekturbüros.

„Architektur schafft Raum.  Für Menschen“.

Die Werkgruppe1 gründete Klaus Wehrle gemeinsam mit Christian Brendelberger 1989.

In den ersten Jahren beschäftigten sie sich mit kleineren Bauaufgaben aber auch mit dem Kooperationsmodell Bauteam von dem sich Wehrle eine Optimierung der Bauabläufe, eine bessere Zusammenarbeit zwischen Planern und Handwerkern und damit eine deutliche Kostensenkung versprach. Außerdem experimentierten die jungen Macher mit Holzbauten und regenerativen Energiekonzepten. Nach der Gründung der Carré Planungsgesellschaft konnte Wehrle 1998 bereits schon mit dem ersten Projekt diese Erfahrungen umsetzen. Der Neubau der Zukunftsfabrik der Wasserkraft Volk AG war der Durchbruch. Die Architekten um Wehrle wirkten bei diesem Projektentwickler an der ersten energieautarken Fabrik in Deutschland mit und das zu einer Zeit, in der dieses Thema kaum Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit genoss.  „Energiewende“ wurde erst ein Jahrzehnt später ein Schlagwort. Die Fachwelt hat indes das Engagement Wehrles umfassend gewürdigt. Zahlreiche Auszeichnungen, wie der Deutsche Solarpreis, der Bundesumweltförderpreis und andere Anerkennungen gingen für dieses innovative Fabrikprojekt ins Elztal.

„Eine neue Zeit braucht neue Wege. Dabei ist die Tradition ein besonders guter Ratgeber“.

Gemeinsam mit der Bundesarchitektenkammer und mehreren Bauverbänden/kammern hat Klaus  Wehrle maßgeblich an einem Leitfaden für Architekten und Handwerker zum Thema Bauteam mitgearbeitet. Daneben wurden für diese Arbeitsform auch Patente, wie z.B. TeamWerk-Bau oder Koop-Plan angemeldet.

2007 wurde er in eine Expertengruppe berufen. Die Bundesregierung hatte das Thema „Leitbild Bau“ in den Fokus genommen, um die Bauwirtschaft für die Zukunft neu aufzustellen. Durch verschiedene Veröffentlichungen zu Kooperationen im Bauwesen und kostenoptimierten Baukonstruktionen waren die Initiatoren dieser Initiative auf den Gutacher Architekten aufmerksam geworden. Dessen Erfahrungen aus dem Handwerk eröffneten in Verbindung mit seinen architektonischen Kenntnissen dabei neue Sichtweisen. Klaus Wehrle: „Man muss nicht alles neu erfinden. Man muss das Bauen auf die heutige Zeit anpassen. Wie früher geht es auch heute um eine ganzheitliche Betrachtung der Bauaufgaben“. Seither geht es den Gutacher Architekten um die Umsetzung ökologischer Standards zu optimierten  Baukosten. Schwerpunkte dabei sind der architektonische Anspruch sowie eine hohe Ausführungsqualität.

„Ökologie und Ökonomie sind kein Widerspruch. Was uns heute noch ungewöhnlich erscheint, ist morgen die Regel“.