Ablauf Bauteam-Modell

Individuelle Vorstellungen
Im ersten Schritt unterscheidet sich das Vorgehen nicht von demjenigen bei traditionellen Verfahren, das heißt der Bauherr arbeitet auch hier gemeinsam mit der Architektin oder dem Architekten zunächst seine individuellen Vorstellungen von dem künftigen Bau heraus: Nutzungsprogramm, Flächen und Rauminhalte, Haustechnik. Ökologie und Komfort… Darüber hinaus besprechen Sie miteinander die gewünschten Qualitäten und Termine. Der Bauherr setzt eine Baukostenobergrenze fest.

Offener Austausch
Im Gegensatz zum klassischen Verfahren, beidem erst nach Abschluss der Planung Handwerkerleistungen ausgeschrieben und vergeben werden bezieht der Architekt die ausführenden Bauunternehmen sehr früh mit ein. Er unterbreitet ihnen deine detaillierte und aussagekräftige Baubeschreibung, so dass sie Einblick in das Gesamtprojekt bekommen. Durch den offenen Austausch von Informationen und Erfahrungen sammelt sich Fachwissen an – zum Vorteil aller Beteiligten und des gesamten Bauprojekts. Je nach persönlicher Vorliebe nimmt der Bauherr aktiv an den Gesprächsrunden teil oder lässt sich von ihnen berichten. Moderator und Koordinator ist der Architekt.

Optimierte Details
Wie auch im klassischen Bauverfahren ist der Architekt beim Bauteam Sachverwalter und Treuhänder des Bauherrn und einzig dessen Interessen verpflichtet. Das Wissen der Einzelgewerke ist gefragt, wenn es um die Optimierung von technischen Details und Konstruktionsarten geht. Dies kann im Bereich von Materialien und Anschlüssen der Fall sein wie auch bei der konkreten Umsetzung auf der Baustelle. In der Summe ergeben die verschiedenen Optimierungsmaßnahmen erfahrungsgemäß eine Senkung des Gesamtbaupreises um durchschnittlich 10 bis 15 Prozent.

Reduzierte Kosten
Ein zügiger, ungestörter Bauablauf bedeutet auch für die Unternehmen mehr Rentabilität. Im eigenen Interesse und dem der anderen Bauteam-Mitglieder sorgen sie deshalb für einen zuverlässigen Terminplan. So können die Gewerke nahtlos ineinander übergehen. Jeder Bauteam-Partner pauschalisiert seine Leistung zu einem auskömmlichen, marktgerechten Preis. Möglich wird dies durch die frühen detaillierten Leistungsbeschreibungen als Ergebnis der abgestimmten Planung. Indem die Ausführenden die Grundlagen für die Kalkulation genau kennen, können sie ihren Aufwand exakt berechnen. Keiner profitiert auf Kosten anderer, keiner muss zurückstecken. Die Summe der pauschalierten Verträge ergibt eine Gesamtpauschalsumme. Dadurch entsteht für den Kunden ein Endpreis und somit eine sichere Kalkulationsgröße.

Rechtliche Sicherheit
Der Bauherr schließt mit Planern und Ausführenden direkte Verträge ab und hat dadurch in jeder Phase der Projekts rechtliche Sicherheit; im Binnenverhältnis zwischen Architekt und Handwerkern existieren keine vertraglichen Bindungen. Über das Bauteam profitiert der Bauherr auch von einer höheren Sicherheit bei Mängelansprüchen: Die regionalen Hanwerksfirmen sind gut greifbar; außerdem betrifft die Insolvenz eines Unternehmens bei Einzelverträgen nicht die gesamte Baumaßnahme, sondern nur einen Teilbereich. Der Rest verzögert sich allenfalls, und auch dies kann im Team besser aufgefangen werden. treten Baumängel des jeweiligen Unternehmens auf und liegt die Verantwortung auch beim Architekten, stehen dem Bauteam beide als Gesamtschuldner zur Verfügung.

Mangelfreies Werk
Das mangelfreie Werk gilt – neben der Einhaltung von Kosten und Terminen als unbedingtes Ziel. Bauteam-Modelle bringen hier ideale Voraussetzungen: die gemeinsame Aufgabe nimmt jeden Beteiligten in die Pflicht, die integrierten Lösungen sind in allen Details gründlich durchdacht und das Projekt unterliegt einer strengen Kontrolle, denn viele Augen sehen viel.